Besichtigung Leistungsprüfstand
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Andreas Le Claire lobte den vorbildlichen Prüfstand des Imkers, beide schauten sich zusammen die Prüfvölker an und verglichen die Königinnen mit den Unterlagen. Frank Reiber zeigte Herrn Le Claire bereitwillig seine Unterlagen und die Zuchtbelege der Königinnen.
Andreas Le Claire hatte sich kurzfristig angemeldet und freute sich über den ordentlich und vorbildlich geführten Prüfstand des angehenden Züchters. Es gab an den Zuchtkarten, die mit den Stockkarten und den Königinnen in den Prüfvölkern überein stimmten, nichts zu bemängeln. Bravo, weiter so!

Auch Frank Reiber ist es wichtig die Zeit der Anerkennung gut zu nutzen, um einen besseren Einblick in die Bewertung von Bienenvölkern und auch die Planung von zeitlich genau terminierten Zuchten für die Inselbeschickung und auch für eine eventuelle Besamungsaktion zu erreichen.
Die Leistungsprüfung ist ein arbeitsaufwändiger Bereich der Zuchtarbeit, da hier mehrfach in der Hauptarbeitszeit des Imkers Bewertungen der Bienenvölker vorgenommen werden müssen, deren Mittelwerte dann in die Zuchtwertschätzung einfließen. Hierzu bietet der Landesverband zwei Schulungen an einem Prüfstand sowie ein Skript an, um die angehenden Züchter anzuleiten. Der angehende aber auch der erfahrene Züchter hat auf einem Prüfstand 10 Prüfvölker definierter Anpaarung zu halten, die Hauptzuchtgruppe soll 6 Geschwister gleicher Anpaarung besitzen. Es ist wünschenswert auch zusätzlich unterschiedlich genetisches Zuchtmaterial zu prüfen, da hierdurch die Hauptgeschwistergruppe reeller zu bewerten ist.
Die Zuchtrichtlinien des deutschen Imkerbundes geben hier die Richtlinien für das Anerkennungsverfahren für den angehenden Züchter vor. Die Zuchtarbeit endet aber nicht mit der Zeit der sechsjährigen Anerkennung, sondern ist eine zeitlich nicht aufhörende Suche nach den idealen Zuchtmüttern. Erlaubt sind die Anpaarung auf Inselbelegstellen und die instrumentelle Besamung.
Nur die Instrumentelle Besamung bietet allerdings die Möglichkeit Zuchtmaterial genetisch dauerhaft zu erhalten, da hier die Fehlerquellen am geringsten sind.
Zur Zuchtarbeit gehört in Westfalen-Lippe neben einer gründlichen Leistungsprüfung und Nachzucht mütterlicherseits über drei Generationen auch die Überprüfung durch die Merkmalsuntersuchung, um Fehlpaarungen zu erkennen, aber auch um das Bild der geographischen Subspezies der Apis mellifera carnica Pollmann zu erhalten, denn wir schützen damit die geographische Naturrasse dieser Biene.
Das unterscheidet unsere Züchter von denen anderer Bienen-Subspezies und Kunstrassen.