Ansprechpartnerin Bienenweide

Monika Ludwig

Obfrau für Bienenweide, Natur- und Umweltschutz

Monika Ludwig

Wernerstr. 14
46399 Bocholt

Tel.: 0 28 71 - 49 08 99
E-Mail: monika.ludwig@lv-wli.de

Bericht über den "Tag der Bienenweide" am 08.02.2020 in Bocholt

Am 08.02.2020 ab 09:30 Uhr fand in Bocholt der zweite „Tag der Bienenweide“ statt.

Das sehenswerte LWL Industriemuseum Textilwerk – Spinnerei, genauer gesagt der Drosselsaal, bot dafür eine sehr interessante Kulisse.

Das zahlreich erschienene Publikum wurde von der stellvertretenden Bürgermeisterin von Bocholt, Frau Elisabeth Kroesen und dem stellvertretenden Vorsitzenden des Landesverbandes der Westfälischen und Lippischen Imker, Herrn Markus Schreiber, begrüßt.

Den Auftakt machte Frau Prof. Dr.-Ing. Nicole Pfoser.

Die Geschäftsführerin des Kompetenzzentrums für Gebäudebegrünung und Stadtklima e.V. berichtete sehr eindrücklich über die Zusammenhänge zwischen der Begrünung von Dächern und Fassaden von in Städten und der Verbesserung der Artenvielfalt sowie des Klimaschutzes.

Gebäudebegrünungen haben neben ihren klimatischen, Schall- und Schadstoffabsorbierenden und gestalterischen Fähigkeiten das Potenzial, in den überwiegend naturentfernten Stadträumen der Fauna ein Lebensraumangebot zurückzugeben.

Alte „Weisheiten“ wie sie immer noch berichtet werden, dass Fassadenbegrünung die Mäuse und Spinnen ins Haus holen, konnte Frau Pfoser klar widerlegen.

Begrünte Gebäude dienen als Trittsteine für Insekten und Vögel und schaffen damit eine Verbindung zu den stadtnahen Naturgebieten.

 

Durch die Auswahl der Pflanzen können Nahrungs- und Nistangebote für Insekten geschaffen werden. Weitere Informationen zu dem Thema gibt es unter folgenden Links:

http://tuprints.ulb.tu-darmstadt.de/5587/

https://www.baufachinformation.de/Geb%C3%A4ude-Begr%C3%BCnung-Energie/bu/2013109006683

 

Der zweite Referent des Vormittages, Herr Dipl.-Ing Reinhold Wilke, berichtete aus der Sicht des Praktikers.

In seiner, mit großer Leidenschaft vorgetragenen Präsentation zeigte Herr Wilke, was in der Stadt Bocholt für die Artenvielfalt getan wird.

Besonders interessant war natürlich das Regionale Projekt Kubaai zu dem auch das LWL Museum gehört.

Neben der naturnahen Entwicklung der Aa wurden auch viele heimische Bäume gepflanzt um die Flora und Fauna in Bocholt zu verbessern.

Während es in neu geplanten Baugebieten vergleichsweise einfach ist, der Natur eine Chance zu geben, berichtete Herr Wilke von den Schwierigkeiten im „Gebäudebestand“ mehr Grün einzubringen.

Weitere Infos: https://www.bocholt.de/rathaus/umwelt-und-klimaschutz/

In der Mittagspause konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in der Skylounge während des Essens die wunderschöne Aussicht auf Bocholt genießen.

Herr Prof. Dr. Tillmann Buttschardt vom Institut für Landschaftsökologie hielt einen Fachvortrag zu dem Thema: Zwischen Baurecht und insektenfreundlicher Grünflächenunterhaltung.

In der Gesellschaft gibt es inzwischen eine große Welle der Unterstützung für die zurückgehende Insektenschar. Blühmischungen werden nachgefragt und ausgebracht. Hilft das? Der Vortrag von Herrn Buttschardt ist auf die Aufwertung der Bestandsflächen ebenso eingegangen, wie auf die vielfältigen Möglichkeiten, die das Baurecht und das Ökokonto bietet. Allerdings zeigte der Vortrag auch: Alle Maßnahmen sind nur so gut wie die Pflege und Nektar ist nicht alles.

Zum guten Abschluss rundete der Vortrag von Herrn Carsten Sühling, Geschäftsführer der Firma Spaleck GmbH & Co. KG in Bocholt, den Tag der Bienenweide ab.

Herr Sühling berichtete aus der Praxis eines mittelständischen Unternehmens.

- Umwelt- und Artenschutz im Industriegebiet – ein Widerspruch? Lautete die Überschrift seiner Präsentation.
Die Handlungsansätze aus Sicht eines mittelständischen Unternehmens zur Verbesserung der Artenvielfalt wurden von Herrn Sühling sehr anschaulich mit vielen Bildern von guten Beispielen dargestellt.

Während der Pausen gab es für Alle noch Gelegenheit sich an den Ständen des Nabu vom Kreis Borken und des Fachbereichs Bienenweide, Natur- und Umweltschutz vom Landesverband der westfälischen und lippischen Imker zu informieren.

Moderatorin Monika Ludwig überreichte allen Referent*innen als kleines Dankeschön ein Glas Honig, welches in Grubentüchern eingepackt war, die im Textilwerk hergestellt worden sind.

Der Landesverband der westfälischen und lippischen Imker freute sich besonders darüber, dass neben den Imkerinnen und Imkern, viele Vertreter*innen aus den kommunalen Parlamenten und aus den Gemeinde- und Stadtverwaltungen am „Tag der Bienenweide“ teilgenommen haben.

Ist es doch ein Zeichen dafür, dass das Problem des Rückgangs der Artenvielfalt von den Kommunen erkannt worden ist und alle gemeinsam auch mit den Imkerinnen und Imkern am Erhalt der Artenvielfalt arbeiten möchten.

 

Geschäftsordnung des Fachbereichs Bienenweide, Natur und Umwelt

Hier kommen Sie zu unserer Geschäftsordnung!

Erste Sitzung des Fachausschusses Bienenweide, Natur- und Umweltschutz

Mehr Infos zur Sitzung unter "Allgemeine Informationen"

Bienenweide, Natur- und Umweltschutz (BieNU)

Der Fachbereich BieNU beschäftigt sich mit der Verbesserung der Nahrungsgrundlage für alle blütenbesuchenden Insekten sowie mit dem Verlust der Artenvielfalt und den vielfältigen Ursachen dafür.

 

 

Kleine Navigationshilfe:

Auf dieser Seite erhalten Sie die aktuellen Nachrichten des Fachbereiches.

Im Ordner "Allgemeine Informationen" ist eine Übersicht über die Aktivitäten des Fachbereiches mit Infos zu Veranstaltungen und Schulungen, den Bienenweidefachberatern, dem Bienenweide-Lehrpfad in Bad Lippspringe und unseren Materialien zu finden.

Der Ordner "Bienenweide" enthält umfassendes Informationsmaterial zu den Bereichen, durch die sich unser "Blühendes Band durch unser Land" zieht. Hier ist ein virtueller Bienenweide-Lehrpfad in Form eines digitalen Handbuches zur Bienenweide entstanden. Orientiert an den Blühpunkten des realen Bienenweide-Lehrpfads in Bad Lippspringe werden die Bereiche "Insektenfreundliche Gehölze", "Blumenwiesen-Öffentliches Bunt", "Insektenfreundliche Stauden", "Blühangebote in der Landwirtschaft", "Streuobstwiese" und "Faszination Naturgarten" dargestellt.

Um den Verlust der Artenvielfalt sowie Artikel und Studien zu Pflanzenschutzmitteln und Agro-Gentechnik geht es im Ordner "Natur-und Umweltschutz".

 

Aktuelles aus dem Fachbereich

Ausschreibung BWB-Ausbildung 2019

Hier finden Sie die Ausschreibungsunterlagen für die BWB-Ausbildung 2019:

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April 2018: Neue Obfrau für BieNU gewählt

Auf der Vertreterversammlung am 14. April 2018 sind die bisherigen Obleute für BieNU aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten. Mit großer Mehrheit wurde die Bienenweidefachberaterin Monika Ludwig aus Bocholt als Nachfolgerin gewählt.

Lesen Sie hier die Gedanken der bisherigen Obleute Gregor und Ulrike Rohlmann zur Übergabe des Fachbereichs.

 

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März 2018: Deutscher Imkerbund fordert Verbot von Neonicotinoiden

In einem Schreiben an EU-Kommissionspräsident Jean Claude Juncker hat der Deutsche Imkerbund e.V. (D.I.B.) am 19. März 2018 erneut ein Verbot der Anwendung von Neonikotinoidhaltigen Pflanzenschutzmitteln im Freiland zum Schutz der Insekten gefordert. Grund hierfür seien die zahlreichen wissenschaftlichen Studien, die die hohe Toxizität dieser Wirkstoffe belegen.

Lesen Sie hier die vollständige Pressemitteilung des DIB.

 

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Öffentliche Konsultation zur Initiative der EU für Bestäuber

Beteiligen Sie sich und füllen Sie den Fragebogen aus:

Die Initiative zielt darauf ab, das Insektensterben einzudämmen, indem die Wirksamkeit der politischen Maßnahmen der EU in Bezug auf Bestäuber gesteigert und das Thema verstärkt in den politischen Fokus gerückt werden. Die Maßnahmen zur Eindämmung des Insektensterbens ergänzen die Anstrengungen der EU, den Verlust der biologischen Vielfalt aufzuhalten und die Ziele für nachhaltige Entwicklung umzusetzen.

Lesen Sie mehr unter https://ec.europa.eu/info/consultations/public-consultation-eu-initiative-pollinators_de.

Den Fragebogen als pdf finden Sie hier zusammen mit den Informationen zum Ausfüllen.

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Februar 2018: EFSA bestätigt Risiken für Bienen durch Neonicotinoide

Die drei einzigen derzeit in der EU zugelassenen und großflächig in der Landwirtschaft eingesetzten Insektizide aus der Gruppe der Neonikotinoide gefährden Bienen. Dies geht aus einem heute von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) veröffentlichten Bericht hervor. Auf Basis von über 700 überprüften Studien zu Imidacloprid, Clothianidin und Thiamethoxam bestätigt die EFSA, dass diese Chemikalien ein hohes Risiko für Bienen darstellen, und dass die 2013 getroffenen EU-Einschränkungen diese Risiken nicht ausreichend kontrollieren können.

Lesen Sie weiter unter http://www.bienenundnatur.de/aktuelles/europa-aus-fuer-neonikotinoide/

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Säure der Distel als biologische Alternative zu Glyphosat

Die italienische Chemikerin Catia Bastoli hat bei ihren Forschungen entdeckt, dass die Pelargonsäure, die bei der Gewinnung von Öl aus Disteln entsteht, in ihrer Wirkung dem Glyphosat ähnelt und sich als Bio-Herbizid nutzen lässt.

Lesen Sie weiter im zugehörigen Artikel aus der Süddeutschen Zeitung vom 5. Februar 2018.

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Insektensterben: Neue Bienengifte in der Zulassung

Während das Insektensterben immer dramatischere Ausmaße annimmt, wurden nun in Irland und Frankreich zwei neue Insektengifte mit dem Wirkstoff Sulfoxaflor zugelassen. Der Wirkstoff gilt als hoch bienengefährlich. Die Verwendung der Mittel könnte auch bald in Deutschland genehmigt werden.

Lesen Sie mehr dazu auf der Homepage des Umweltinstitutes München unter http://www.umweltinstitut.org/aktuelle-meldungen/meldungen/insektensterben-neue-bienengifte-kurz-vor-zulassung.html.

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